Aktuelle Informationen

hlb warnt vor Verlust des Profils der Hochschulen für angewandte Wissenschaften durch Tandem- und Nachwuchsprofessuren

Bonn, 5. Juli 2021. Im Zuge aktueller Novellierungen von Landeshochschulgesetzen zeigt sich die Tendenz, einen neuen Typus der Professur an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) zu etablieren – die „Tandem-Professur“ in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die „Nachwuchsprofessur“ in Bayern.

Mit diesen Modellen soll das Problem der HAW gelöst werden, denen es gegenwärtig nicht gelingt, ihre Professuren angemessen zu besetzen. „Wir sehen diese Tandem- oder Nachwuchsprofessuren kritisch. Die dort vermittelte Praxiserfahrung ist von vornherein zeitlich befristet und wird unter der Ägide der Hochschule auf einer Teilzeitstelle erworben. Wenn wir Professuren in größerem Umfang auf diese Weise besetzen, wird das erfolgreiche, spezifische Profil der HAW aufgegeben. [...]

Positionspapier: Erfolg braucht Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Das Innovationspotenzial von Hochschulen für angewandte Wissenschaften für Wertschöpfung, Zukunftssicherung und Gesellschaftsgestaltung hat die Politik erkannt und ihnen immer mehr Kompetenzen und Aufgaben übertragen, insbesondere in der Forschung. Angesichts der Komplexität und Vielfalt der bevorstehenden Transformationsprozesse kommt es nun darauf an, Forschung, Entwicklung, Anwendung und Praxis noch stärker zusammenzudenken und den Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern neben der Lehre mehr Raum für die Entfaltung dieser Potenziale einzuräumen.

hlb fordert durchdachte Öffnung der Hochschulen zum Wintersemester 2021/22

Bonn, 6. April 2021. Die Professorinnen und Professoren tun alles dafür, den Lehr- und Forschungsbetrieb in der Pandemiephase so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Dank vieler kreativer Lösungswege und der großen Einsatzbereitschaft aller Beteiligten konnte die Verlagerung auf digitale Formate einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie sowie zum Studienerfolg leisten. Trotz dieser Anstrengungen ist es für flächendeckende Öffnungen der Hochschulen noch zu früh. Eine Öffnung zum Wintersemester muss aber schon jetzt umsichtig vorbereitet werden.

Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fühlen wir uns den Erkenntnissen unserer Kolleginnen und Kollegen verpflichtet: Das Corona-Virus mit seinen Mutanten kann noch nicht so kontrolliert werden, dass flächendeckende Lockerungen im Hochschulbetrieb während des Sommersemesters 2021 möglich oder sinnvoll wären. Selbst bei einem zügigeren Impftempo sind Hygienekonzepte, Testmöglichkeiten oder eine besondere Berücksichtigung der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer bei der Impfreihenfolge keine ausreichende Grundlage für eine sofortige Öffnung der Hochschulen. Ein vorschnelles Öffnen und Lockern würde sowohl die Lehrenden als auch die Studierenden erheblichen Risiken aussetzen. Auch wenn das nach wie vor sehr harte Einschnitte bedeutet: Aus Einsicht in die belegbaren Fakten müssen wir hinnehmen, dass im Sommersemester nicht wieder flächendeckend zum Präsenzbetrieb zurückgekehrt werden kann.

Der hlb fordert die Politik jedoch auf, für das Wintersemester 2021/22 eine klare und planbare Öffnungsperspektive für die Hochschulen zu schaffen. Das Sommersemester muss genutzt werden, um diesen Schritt sorgsam mit entsprechend wirksamen Vorkehrungen vorzubereiten. Dies ist insbesondere für diejenigen Studierenden wichtig, die ihre Hochschule bisher noch nicht von innen kennengelernt haben – für manche ist das die Hälfte ihrer gesamten Studienzeit.

Digitale Angebote und Lehre in Präsenz – hlb legt Positionspapier zur digitalen Lehre vor

Bonn, 2. März 2021. Die Professorinnen und Professoren der Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 unmittelbar, flächendeckend und fächerübergreifend ein digitales Angebot zur Sicherstellung des Lehrbetriebs umgesetzt. Für die Weiterentwicklung der Lehre mit digitalen Formaten bedarf es nun überlegter und fachspezifischer Lehr- und Lernkonzepte, die alle Aspekte einer qualitativ hochwertigen Lehre berücksichtigen.

Dafür legt der Hochschullehrerbund hlb ein Positionspapier vor und fordert, den Besonderheiten der HAW Rechnung zu tragen. Dazu gehört, dass an HAW eine spezifisch anwendungsorientierte Studierendenschaft studiert. Diese fordert einen starken Praxisbezug ein, der auch in der digitalen Lehre berücksichtigt werden muss. Die Digitalisierung der Lehre hat die verfassungsrechtlich verbürgte Freiheit der Lehre und des Studierens zu berücksichtigen. Die gewohnte gute Qualität der Lehre wird nur perpetuiert, wenn die Lehrenden über den Einsatz von Lehr- und Lernmitteln in den Lehrveranstaltungen fachlich und didaktisch eigenverantwortlich entscheiden.

hlb stellt sich gegen die persönliche Diffamierung von Prof. Dr. Auma

Bonn, 24. Februar 2021. Der Hochschullehrerbund hlb stellt sich entschieden gegen jegliche Anfeindung wissenschaftlicher Arbeit sowie gegen persönliche Angriffe auf Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer. Forschung und Lehre sind frei. Die Generierung wissenschaftlicher Erkenntnisse, wissenschaftliches Arbeiten und die akademische Lehre müssen ohne Angst vor Repressalien erfolgen, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder Geschlecht.

hlb gratuliert Prof. Dr. Uta Gaidys zur Berufung in den Wissenschaftsrat

Bonn, 27. Januar 2021. Prof. Dr. Uta Gaidys von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg wurde in die wissenschaftliche Kommission des Wissenschaftsrats berufen. Die Berufung erfolgte durch den Bundespräsidenten im Rahmen von vier weiteren Neubesetzungen in der wissenschaftlichen Kommission. Der hlb gratuliert ihr sowie den weiteren neu berufenen Mitgliedern. Die Anzahl der Vertreter der angewandten Forschung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften bleibt jedoch konstant niedrig.

Der richtige Weg: das eigenständige Promotionsrecht für HAW

September 2020. Richtige Forderungen - falsche Konsequenzen. Unter dieser Überschrift veröffentlichte Dr. Karla Neschke, stv. Geschäftsführerin der hlb-Bundesvereinigung, einen Leserbrief in der Zeitschrift "Forschung & Lehre" als Replik zu einem Beitrag, der das eigenständige Promotionsrecht an HAW - wie in Hessen und in Sachsen-Anhalt - als "wissenschaftlichen Irrweg" beschreibt. Dabei sind die Forderungen für die HAW, die der Autor Prof. Dr. Arne Pautsch aufstellt, richtig: Forschungsprofessuren, Absenkung des Regellehrdeputats von Professorinnen und Professoren sowie die Stärkung eines akademischen Mittelbaus. Das fordert der Hochschullehrerbund hlb seit Langem. (In der PDF-Datei: mittlere Spalte, unten: "Heft 8/20: Ein Irrweg?".)

Dabei sind die Forderungen für die HAW, die der Autor Prof. Dr. Arne Pautsch aufstellt, richtig: Forschungsprofessuren, Absenkung des Regellehrdeputats von Professorinnen und Professoren sowie die Stärkung eines akademischen Mittelbaus. Das fordert der Hochschullehrerbund hlb seit Langem. (In der PDF-Datei: mittlere Spalte, unten: "Heft 8/20: Ein Irrweg?".)

Einladung zur Umfrage: digitale Lehre während Corona

Bonn, 1. September 2020. Seit mehreren Monaten hält uns das Coronavirus in Atem und nimmt massiv Einfluss auf unsere Lebensweise. Mit einer Untersuchung der Hochschule Osnabrück unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Kanning in Kooperation mit dem Hochschullehrerbund hlb soll das Erleben der digitalisierten Lehre aus der Perspektive von Professorinnen und Professoren untersucht werden. Vielen Dank für Ihre Teilnahme! Zur Umfrage >>

Die Teilnahme wird maximal 10 Minuten Zeit in Anspruch nehmen.

Universitäten lehnen häufig Kooperation mit HAW ab

August 2020. Die international anerkannte Umweltchemikerin Prof. Dr. Gesine Witt wurde im letzten November  bereits zum zweiten Mal zur Fachkollegiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt. Sie forscht und lehrt seit 2007 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg und leitet dort die Forschungsgruppe Umweltanalytik und Ökotoxikologie und das dazugehörige Forschungslabor.

Sie berichtet im Interview über ihre Arbeit als DFG-Fachkollegiatin und über ihre Erfahrungen mit Universitäten bei Forschungthemen wie der Betreuung ihrer Promovierenden.

Virtuelle Ad-hoc-Lehre ist kein Ersatz für Präsenzlehre

Bonn, 15. Juni 2020. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) haben sich – häufig im laufenden Semester – auf die neue Situation der coronabedingten Kontaktbeschränkungen an Hochschulen eingestellt und in einem enormen Tempo auf virtuelle Lehre umgestellt. Dabei wurde deutlich, was möglich ist, aber auch, was mit einer virtuellen Lehre nicht geleistet werden kann oder auf Kosten der Lehrqualität geht.

Die häufig provisorischen Lösungen waren deutlich schlechter als die gewohnt gute Lehre an HAW. Die typischerweise vor allem seminaristische Lehre an HAW ist virtuell nur ansatzweise zu ersetzen. Statt lebendiger Interaktion erlebten wir oftmals einen Rückfall zum Frontalunterricht. Der akademische Diskurs mit Studierenden findet kaum noch statt.

Der Hochschullehrerbund hlb befürwortet grundsätzlich sinnvolle und konzeptionell in die Präsenzlehre eingebettete Online-Lehrangebote an HAW. Die HAW müssen bei einem mög-licherweise gewünschten Ausbau virtueller Lehre zunächst entsprechende Lehr-Lernkonzepte entwickeln. hlb-Präsident Prof. Dr. Nicolai Müller-Bromley stellt klar: „Unter den gegebenen Umständen der Pandemie war das, was wir in Sachen virtueller Lehre angeboten haben, ein guter und geeigneter Ersatz. Es ist aber kein Modell für die Zukunft. Wir müssen klug die positiven Erfahrungen der vergangenen Monate mit innovativen didaktischen Konzepten verbinden und in die gesamte Lehre gewinnbringend einfließen lassen.“

hlb fordert Beteiligung der Hochschulen am Konjunkturprogramm der Bundesregierung

Bonn, 29. Mai 2020. Bundesministerin Anja Karliczek stellte am 27. Mai in Berlin ihr „Aktivierungsprogramm“ mit einem Volumen von 10 Milliarden Euro vor. Damit will das Bundesministerium für Bildung und Forschung massiv in Forschung, Bildung und Innovation investieren, um auf die gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie – über die Akuthilfen hinaus – zu reagieren.

Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) sind die zentralen Forschungspartnerinnen bei Entwicklung von Innovationen und von marktorientierten Anwendungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Wenn der Mittelstand als wesentliche Kraft der deutschen Wirtschaft den Aufschwung nach der Corona-Krise vorantreiben soll, werden die HAW und ihre anwendungs- und marktorientierte Forschung dabei eine wesentliche Rolle vor allem bei der erfolgreichen Umsetzung von Innovationen in den Unternehmen spielen. Damit die KMU die aktuelle Krise für ihre innovative Neuausrichtung nutzen können, muss die Politik die Forschung an HAW unterstützen.

Der Hochschullehrerbund hlb fordert daher, dass die Bundesregierung das enorme Potenzial an den HAW in der praxisorientierten Innovationsforschung ausreichend finanziert und sie im derzeit geplanten Konjunktur- und Investitionsprogramm angemessen berücksichtigt.

hlb begrüßt Promotionsrecht für HAW in Sachsen-Anhalt

Bonn, 13. Mai 2020. Forschungsstarke Fachrichtungen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt können das Promotionsrecht erhalten. Das beschloss der Landtag in Sachsen-Anhalt mit einem neuen Landeshochschulgesetz. Nach Hessen und Nordrhein-Westfalen führt damit nun auch Sachsen-Anhalt das Promotionsrecht für HAW ein. Das Recht zur Verleihung von Doktorgraden kann – ähnlich wie in den beiden anderen Ländern – den HAW an Bedingungen geknüpft und nur an einzelne, nachgewiesen forschungsstarke Fachrichtungen verliehen werden.

Call for Papers: Konferenz zur Zukunft des dualen Studiums

April 2020. Einaldung zur Konferenz „Zukunft Duales Studium: Perspektiven des dualen Studiums in Wissenschaft und Praxis“ am 22./23. April 2021. Konzepte, empirische Befunden und praxisbasierte Erfahrungen können vorgestellt und in der Zeitschrift "Duales Studium – Personal in Hochschule und Betrieb gemeinsam entwickeln" veröffentlicht werden. Weitere Infos > >

Einaldung zur Konferenz „Zukunft Duales Studium: Perspektiven des dualen Studiums in Wissenschaft und Praxis“ am 22./23. April 2021. Konzepte, empirische Befunden und praxisbasierte Erfahrungen können vorgestellt und in der Zeitschrift "Duales Studium – Personal in Hochschule und Betrieb gemeinsam entwickeln" veröffentlicht werden. Weitere Infos > >

Corona-Pandemie: hlb plädiert für Fortsetzung des Sommersemesters und für Flexibilität

Bonn 3. April 2020. Aufgrund der Coronakrise haben die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in einem enormen Tempo ihren Lehrbetrieb erfolgreich auf Onlinelehre umgestellt oder – soweit die Veranstaltungen noch nicht begonnen haben – bereiten sich mit Hochdruck darauf vor. Oberstes Ziel muss nach Auffassung des Hochschullehrerbunds hlb als Verband der Professorinnen und Professoren an HAW sein, unter Nutzung moderner technischer und didaktischer Mittel den Studierenden auch ohne Präsenzlehre ein Studienangebot bereitzustellen, das ihnen eine geordnete Fortsetzung ihres Studiums im Sommersemester 2020 ermöglicht.

Bonn 3. April 2020. Aufgrund der Coronakrise haben die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in einem enormen Tempo ihren Lehrbetrieb erfolgreich auf Onlinelehre umgestellt oder – soweit die Veranstaltungen noch nicht begonnen haben – bereiten sich mit Hochdruck darauf vor. Oberstes Ziel muss nach Auffassung des Hochschullehrerbunds hlb als Verband der Professorinnen und Professoren an HAW sein, unter Nutzung moderner technischer und didaktischer Mittel den Studierenden auch ohne Präsenzlehre ein Studienangebot bereitzustellen, das ihnen eine geordnete Fortsetzung ihres Studiums im Sommersemester 2020 ermöglicht.

Verhandlungen über den Hochschulpakt in Hessen erfolgreich abgeschlossen

März 2020. Nach langen Verhandlungen war es am 11. März 2020 soweit: Der hessische Hochschulpakt war unter Dach und Fach – mit weitreichenden Folgen auch für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Als einen ersten Schritt zur Verbesserung der Gesamtsituation an den HAW mit Blick auf ein praxisnahes Studium und anwendungsbezogene Forschung erkennt Professor Dr. Klaus Behler, Vorsitzender des hlbHessen, den nun vereinbarten Hochschulpakt durchaus an. Gleichwohl sieht er „Luft nach oben“.